Keine Arbeitszeit-flexibilisierung auf Kosten der Arbeitnehmer

Arbeitszeit
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Auch wenn es in der derzeitigen Diskussion sich ausschließlich um die Erhöhung der täglichen Arbeitszeit (auf 12 Stunden bei Gleitzeit) geht, sind solche Initiativen zur Flexibilisierung der Arbeitszeit sehr differenziert zu betrachten. Es ist aber eine Tatsache, das im letzten Wahlprogramm der ÖVP die generelle Arbeitszeitflexibilisierung mit dem Ausbau der Bandbreiten und dem Ausbau der Höchstmöglichen Tagesarbeitszeit auf 12 Stunden steht.

In vielen Kollektivverträgen gibt es bereits Bandbreitenmodelle die vollkommen ausreichend sind und auch derzeit die Flexibilität unserer Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen unter Beweis stellen. Mit Zeitkonten und der Möglichkeit der Ausweitung der täglichen Arbeitszeit auf bis zu 11 Stunden und bis zu 50 Stunden in der 5-Tage Woche. Auch in den ersten Jahren der Krise haben Österreichs Arbeitnehmer der Wirtschaft ihre Flexibilität bewiesen.

Eine einseitige Ausweitung der Arbeitszeit kommt für uns Freiheitliche Arbeitnehmer nicht in Frage. Im Sinne unserer gelebten Sozialpartnerschaft in Österreich soll auch die Arbeitnehmerschaft nicht zu kurz kommen.

So ist es für uns ganz wichtig, dass folgende Punkte mitverhandelt werden:

– Die Möglichkeiten von Zeitguthaben und Überstundenzuschlägen muss weiterhin vorhanden sein.

– Für ältere Arbeitnehmer muss ein Zugang für Zusätzliche Ruhepausen in Form von mehr Urlaub geschaffen werden.

– Dementsprechende Regelungen dürfen nur auf der Ebene von Kollektivverträgen und Betriebsvereinbarungen stattfinden. Eine Festschreibung im Gesetz ist abzulehnen.