Zugang für Asylsuchende auf den Lehrlingsmarkt ist ein falsches Signal.

Die von dieser Bundesregierung zurückgenommene Förderung für Lehrarbeitsplätze, sprich dem „Blum-Bonus“, hat uns seine Auswirkungen schon zur genüge gezeigt. Immer weniger Betriebe sind bereit Lehrlinge auszubilden.

Anstatt, wie vom WK-Präsidenten versprochen, gibt es heute in Österreich statt 5000 mehr ca. 5000 Lehrstellenangebote weniger. Dafür werden unsere Hochschulen gestürmt, wobei aber auch dort viele wegen der Kontingente auf der Strecke bleiben.

Alles in allem hat dies zu einer massiven Verschlechterung der Arbeitslage in Österreich geführt. Dem lauten Ruf nach Fachkräften wurde mit falschen Mitteln und Argumenten begegnet.

Nun gibt es einen sonderbaren Erlass aus dem BMASK, welcher der Beschäftigung von AsylwerberInnen in Österreich eine neue Facette gibt. Neben der Verwunderung, dass das BM davon ausgeht, dass in Österreich Asylanträge generell länger dauern, als eine Lehrausbildung, halten wir Freiheitlichen Arbeitnehmer es für einen falschen Weg die Lehrausbildung für Asylsuchende in dieser Weise zu öffnen.

Zuerst gehört der Blum – Bonus oder ein ähnliches Fördersystem wieder eingeführt. Denn durch die Öffnung des Lehrstellenmarktes für AsylwerberInnen kommen unsere Jugendlichen abermals mehr unter Druck. Dann, wenn wieder genug Lehrstellen zur Verfügung stehen, so dass unsere Jugendlichen wieder die Chancen zu einer fairen Berufsausbildung haben, kann man über solche  Erlässe reden.

Zudem befürchten wir Freiheitlichen Arbeitnehmer, dass dieser Erlass auch für die Asylwerbenden Jugendlichen sehr schwer einzuhalten ist. Viel zu unterschiedlich sind die Ausbildungen in anderen Ländern wenn es um Hauptschulabschlüsse oder Mittlere Reife geht, ganz zu schweigen von der sprachlichen Barriere. Wir können doch nicht den Asylsuchenden Lehrstellen und Ausbildung versprechen und diese haben dann keine bis wenig Chancen hier auch die Prüfungen mit Österreichischen Anforderungen zu bestehen.

Die 169. Vollversammlung der AK-Vorarlberg fordert das BM für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, insbesondere Sozialminister Hundstorfer auf, diesen Erlass von Juni 2012 wieder zurück zu nehmen

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