Wahlfreiheit für unsere Familien weiter ausbauen!

Die Salzburger Gemeinde Berndorf hat einen vorbildlichen Schritt zum weiteren Ausbau der Wahlfreiheit für unsere Familien gesetzt. Eltern, die das zwei- oder dreijährige Kinderbetreuungsgeld beziehen, weil sie sich so lang selbst um die Kinder kümmern wollen, wird seitens der Gemeinde ein Zuschuss gewährt. Die Gemeinde Großarl wird einen derartigen Zuschuss ab 2014 gewähren.

Das Idealmodell der Gemeinde Berndorf sieht so aus, dass das Kinderbetreuungsgeld auf Mindestsicherungshöhe bzw. auf jene Höhe, die dem Zuschuss von Länder und Gemeinden pro Kinderbetreuungsplatz und Monat entspricht, aufgestockt wird und sich Gemeinde, Land und Bund diesen Zuschuss dritteln. In Berndorf geht man nun voran und schießt ‚sein Drittel‘ seit Jahresbeginn zu. Das sind € 112,– monatlich zur dreijährigen und € 50,– zur zweijährigen Variante. Das Modell wird von allen Fraktionen unterstützt.

Um wieder Mut zur Familie und Mut zum Kind zu machen, müssen wir Rahmenbedingungen schaffen, die es den Eltern ermöglichen, selbst entscheiden zu können, ob sie ihre Kinder, vor allem in den ersten Lebensjahren, selbst betreuen möchten oder in außerhäusliche Kinderbetreuungseinrichtungen geben wollen. Beides soll seinen Platz haben und nicht gegeneinander ausgespielt werden.

In Vorarlberg haben wir bereits das Modell des Familienzuschusses. Dies setzt nach Bezug des Kinderbetreuungsgeldes ein. Um die Familien im Lande weiter zu stärken und im unbestrittenen Wissen darüber, wie wichtig gerade die ersten Lebensjahre für die Entwicklung des Kindes sind, sollte das Modell des Familienzuschusses um ein Modell ergänzt werden, welches in den ersten Lebensjahren des Kindes ansetzt. Wir halten in diesem Zusammenhang das ‚Berndorfer Modell‘ für ein Vorbildmodell.

Die 169. Vollversammlung der AK-Vorarlberg fordert die Landeregierung auf, für unsere Vorarlberger Familien – in Anlehnung an jenes der Salzburger Gemeinde Berndorf – ein Modell zu entwickeln, welches vorsieht, dass jene Eltern, die das zwei- oder dreijährige Kinderbetreuungsgeld beziehen, weil sie ihre Kinder in den ersten Lebensjahren selbst betreuen möchten, einen Zuschuss – zumindest seitens des Landes – erhalten und damit einen weiteren Schritt in Richtung Wahlfreiheit für unsere Familien zu setzen. Dabei soll die Landesregierung auch mit dem Vorarlberger Gemeindeverband  in Verhandlungen über eine gemeinsame Finanzierung treten.“

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