Arbeitnehmer wiederum ein Opfer des Wahlkampfes!

Bregenz, am 9.8.2013 (FAV): Grund für die abermalige Opferrolle der Arbeitnehmer ist das OGH Urteil über den „Krankenstand während des Zeitausgleiches“ (die VN berichteten am Samstag, 3. August).

Dabei scheinen die handelnden Personen zu vergessen, dass es sich bei Zeitausgleich um Stunden handelt, welche durch tägliche Mehrarbeit oder durch zusätzliche Samstagsarbeit aufgebaut werden. Nun zu sagen, dass man bei Krankenstand im Zeitraum eines Zeitausgleiches diese ZA-Stunden verliert, ist mehr als kontraproduktiv. Die Mehrleistungen, welche ja die Vorarlberger Wirtschaft immer ausgezeichnet hat, werden dadurch wiederum beschnitten.

Noch unerträglicher als dieses Fehlurteil des OGH sind die Aussagen vom Wirtschafts- und vom Sozialminister. BM Hundstorfer sieht keine Chance in dieser Legislaturperiode eine Gesetzesreparatur durch zu führen, und BM Mitterlehner will dieses Thema in die nächsten Regierungsverhandlungen mit hinein nehmen.

Dabei ist dieses Urteil bereits seit 3 Monaten bekannt. In dieser Zeit wäre mit einem Initiativantrag im Nationalrat alles möglich gewesen. „Die Art und Weise, wie hier SPÖ und ÖVP wieder mit den Arbeitnehmern umspringen, ist geradezu schändlich“, meint Waltraud Rädler.

Rädler geht dabei noch weiter. Eine Angleichung an die Urlaubsregelung kommt für die FA-Vorarlberg nicht in Frage. Zeitausgleich ist eine bereits erbrachte, freiwillige oder auch manchmal angewiesene Leistung für die Firma. ZA-Stunden sind für die Freiheitliche Arbeitnehmer ab Wirkung des Krankenstandes wieder gut zu schreiben. Anhand der Angleichung an die Urlaubsregelung würden auch hier wieder die Stunden von 2 Arbeitstagen verloren gehen.

Rückfragehinweis:
Rädler Waltraud, FA – Landesobfrau, 0650 7412357

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