Mehr Gerechtigkeit zwischen Arbeitern und Angestellten.

Seit Jahren fordern Österreichs Arbeitnehmervertreter Angleichungen zwischen Arbeitern und Angestellten um die Diskriminierung der jeweilig betroffenen Gruppe abzuschaffen. Während in verschiedenen Bereichen bereits Annäherungen statt gefunden haben, klafft im Sozialversicherungsgesetz eine große Lücke, wenn es um die Berechnung der Krankenstandstage geht.

Die beiden Gruppen verfügen über verschieden lange Anspruchsberechtigungen wenn es um die Entgeltfortzahlung geht. Ebenso unterschiedlich ist die Antrittsmodalität bei Folgekrankenständen wenn z.B. der Betrieb bereits aus der EGFZ gefallen ist.   

Bei der derzeitigen deutlichen Preissteigerung der Lebenserhaltungskosten trifft es im Moment gerade die Gruppe der Angestellten, die aufs Jahr gesehen viel früher mit Gehaltseinbußen zu rechnen haben als die Arbeiter.

Beide Arbeitsgruppen haben das Recht vor dem Gesetzgeber gleich behandelt zu werden. Die Bundesregierung und die Sozialpartner sind also aufgerufen ein gemeinsames System zu erarbeiten, in dem sich beide Berufgruppen finden können.

Die 165. Vollversammlung der AK – Vorarlberg fordert die Bundesregierung und die Sozialpartner auf diese unterschiedlichen Bewertungen im Sozialversicherungsgesetz zu beheben und einen weiteren Schritt zur Gleichbehandlung einzuleiten.

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