Leiharbeitskräfte pro Unternehmen begrenzen.

Leiharbeit wurde vor allem durch die Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 begründet. Doch auch schon in der Zeit davor wurde die temporäre Beschäftigung von Menschen aus verschiedenen, betriebswirtschaftlichen Gründen forciert. Vor allem der durch  IHS und WIFO prognostizierte (bzw. der seit 2010 eingetretene) Aufschwung macht ein kontinuierliches Arbeiten in Vollzeitbeschäftigung wieder möglich.

Verdienstentgang, Benachteiligungen verschiedenster Art, wie Durchrechnungszeiträume und dergleichen, sowie die latente Unsicherheit über die Beschäftigungsdauer sollten nun der Vergangenheit angehören. Durch die Stabilität in den Erwartungswerten künftiger Wirtschaftsentwicklungen können die Unternehmen wieder mit klassischen Voll- und Teilzeitmodellen arbeiten und müssen dem Arbeitnehmer nicht ein Maximum an Unsicherheit abverlangen.

Auch muss verhindert werden, dass Unternehmer ältere und damit oft teurere Mitarbeiter kündigen, ihr Know How aber nicht verlieren wollen und daher den Weg über Leiharbeitsmodelle einschlagen.

Die 165. Vollversammlung der AK-Vorarlberg beschließt, dass sich die AK-Vorarlberg für folgende Punkte einsetzt:

  • Dass die Anzahl von Leiharbeitskräften pro Unternehmer auf max. 10 % der  Belegschaft (Jahresdurchschnittswert der letzten 3 Jahre) beschränkt wird.
  • Dass Unternehmen, die Arbeitnehmer kündigen, diese ein Jahr lang nicht wieder über die „Hintertür“ Leiharbeit einstellen können.

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