Fehler im Budgetbegleitgesetz reparieren.

Am 16. Dezember 2010 wurde im Nationalrat beschlossen, das die vor den NR-Wahlen 2008 beschlossene Regelung, Mitversicherungszeiten aus der Elterlichen Landwirtschaft zu 50 % bei der Hacklerregelung anzuerkennen, wieder zurück genommen.

Das brutale dabei war die Art und Weise der Einführung. Mit Gültigkeit 1.1.2011 trat diese Regelung in Kraft und alle die eine gültige Pensionsmitteilung in den Händen hielten, die bereits ihre Lebensplanung ins Reine gebracht hatten bekamen von der PVA einen Telefonanruf, dass sie nun doch nicht in die Pension gehen könnten.

In ganz Österreich betrifft dies laut der Landarbeiterkammer Niederösterreich etwa 1500 Personen, die sich auf die Pension freuten und dann auf grausame Art zurückgepfiffen wurden. In Vorarlberg sind bisher etwa 7 – 8 Fälle bekannt, die 2 Wochen vor Pensionsantritt einen Anruf von der PVA bekamen, dass sie zwar in Pension gehen können aber vorher noch im Wert von ca. 6.000,- Euro Zeiten nachkaufen müssen oder noch 2 Jahre auf die Pensionierung warten müssen.

Da diese Personen aber ihre Formalitäten mit der Firma bereits abgeschlossen hatten (Auflösung des DV wegen Pensionierung, Altersteilzeitvertrag usw.) wurden sie nun vom Sozialminister Hundstorfer buchstäblich in die Arbeitslose geschickt. Ein Leben lang gearbeitet und mit 60 auf das AMS gehen zu müssen ist kein Zuckerschlecken.

Diese Unmenschlichkeit gehört umgehend repariert

Die 165. Vollversammlung der AK-Vorarlberg fordert den Sozialminister auf diesen Beschuss des Nationalrates zurückzunehmen und zumindest mit einer Einschleifregelung zu versehen.

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