Kennzeichnung laut Verpackungsrichtlinie

Die neue Verpackungsrichtlinie der EU welche seit 1.4.09 auch in allen Staaten zu tragen kommt ist genau das was Konsumentenschützer befürchten. Während aus Brüssel die Meldung kommt, dass es sich hierbei um eine Reduzierung von Bürokratie in der EU handelt kommt es in den Regalen bereits zum großen Showdown.

Diese Richtlinie ist erst 1 Monat in Kraft so werden bereits in Deutschland die ersten Fälle von Mogelpackungen bekannt. Es gibt zwar eine Kennzeichnungspflicht für den Grundpreis von 100g oder 100ml, aber diese werden dementsprechend klein gestaltet.

Tragischerweise gilt diese Kennzeichnungspflicht nicht für Stückzahlen und so sind bereits Windelpackungen in selber Größe und zum selben Preis auf dem Markt welche 4 Stück weniger enthalten. Auch Einmaltaschentücher wurden schon gefunden wo um den gleichen Preis statt 10 Stück nur mehr 9 Stück enthalten sind.

Dieser unhaltbare Zustand eröffnet skrupellosen Geschäftemachern Tür und Tor zum vorgetäuschten Massenbetrug am Kunden, der selbst kaum mehr in der Lage ist sich in diesem Dschungel zurecht zu finden.

Da es wohl nicht zu einer Rücknahme dieser Richtlinie kommen wird ist es die Pflicht des Österreichischen Staates seine Bevölkerung ausreichend zu schützen oder mit Mitteln auszustatten, welche ihm das Vergleichen beim Einkaufen erleichtern soll.

Die Bundesregierung sollte daher schleunigst eine besondere Auszeichnungspflicht am Regal verordnen.

Die 161. Vollversammlung der AK – Vorarlberg fordert die Bundesregierung eine Auszeichnungspflicht für jedes Produkt am Regal befestigen zu lassen. Dieses Etikett muss folgende Daten enthalten und mindest bis 31. Dezember 2010 als Pflichtkennzeichnung gelten:

  • Neupreis und Inhaltsbezeichnung (g,ml,Stk. und dgl.) und den Preis pro Einheit
  • Altpreis und Inhaltsbezeichnung und den Preis Pro Einheit (Stand März 2009)

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